REGENWASSER-FÜHRUNG IN DER LANDSBERGER ALLEE 52
Wir sagen nach Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch“. Regen ist ein natürliches Ereignis, das in vielen Bereichen unseres Lebens eine zentrale Rolle spielt. Angesichts des Klimawandels genügt es jedoch nicht mehr, ihn nur zu schätzen. Seine gezielte Nutzung wird zur alltäglichen Notwendigkeit. Was früher eine Option war, wird zur Pflicht: Wasser bewusst schützen, speichern und nutzen.
FACHTAG KLIMAANPASSUNG
Beim Fachtag zum Thema Klimaanpassung mit dem Schwerpunkt Hitze und Trockenheit des AWO Bezirksverbands Potsdam am 30.09.2025 stellte Izabela Malachowska-Coqui in einem Inputvortrag zum Thema klimasensibler Planung für vulnerable Gruppen unsere beiden Klimaanpassungskonzepte für die AWO in Wittstock/Dosse und Prenzlau vor. Im zweiten Teil des Fachtags, der sich mit Beteiligungsprozessen befasste, führte sie zusätzlich einen Workshop durch. In diesem wurde gemeinsam zu der Fragestellung gearbeitet, wie Probleme zum Thema Hitze und Hitzeschutz in Einrichtungen erkannt und benannt werden können.
WOCHE DER KLIMAANPASSUNG
Im Rahmen der bundesweiten Woche der Klimaanpassung und der BuGG-Aktionswoche Gebäudegrün hat Joerg Th. Coqui letzte Woche die ausgebuchte Veranstaltung mit 40 Personen durch die Höfe und entlang der begrünten Fassaden des Institutes für Physik der Humboldt-Universität in Berlin geführt. Das rege Interesse zeigt wieder einmal die mehr als je hohe Aktualität dieses im Jahr 2025 in der Kategorie Reifeprüfung mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichneten und im Jahr 2003 fertig gestellten Projektes.
PARTIZIPATION IN PRENZLAU
Wie in Wittstock haben wir auch bei unserem zweiten Klimaanpassungs-Projekt mit der AWO in Prenzlau innerhalb eines Jahres vier Beteiligungstage durchgeführt, bei denen die Bewohner:innen und Mitarbeitenden sich aktiv einbringen konnten. Die Beteiligung war dabei zentraler Baustein des Planungsprozesses: Sie ermöglichte es, die Bedürfnisse, Wünsche und das Alltagswissen der Nutzer:innen frühzeitig mit einfließen zu lassen und Maßnahmen realitätsnah zu entwickeln. Gemeinsam haben wir es geschafft, 80 kleinere und größere Maßnahmen für die Klimaanpassung auszuarbeiten. Bei der Abschlussveranstaltung wurden einige der Maßnahmen bereits im Garten abgesteckt. Wir hatten viel Spaß dabei und freuen uns jetzt auf die weitere Umsetzung!
BETEILIGUNGSTAGE FÜR AWO IN WITTSTOCK
Im Rahmen der Entwicklung des Klimaanpassungskonzepts für die AWO-Wohnstätte „Haus unter den Linden“ in Wittstock/Dosse haben wir zwischen Juni 2024 und Mai 2025 vier Beteiligungstage durchgeführt. In einem offenen Workshop-Format mit Input-Präsentationen, Befragungen und Kleingruppenarbeit wurden die Bewohner:innen und Mitarbeitenden von Beginn an aktiv eingebunden. Der aktuelle Planungsstand wurde regelmäßig vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. So konnten vielfältige Perspektiven einfließen und konkrete ökologische und soziale Maßnahmen erarbeitet werden. Nach zwölf Monaten ist das Klimakonzept nun abgeschlossen und der Start der Umsetzung steht bevor.
SCHÖNER WANDEL – ÄSTHETIK UND GESTALTUNG KLIMAGERECHTER BAUKULTUR
Joerg Th. Coqui hielt am 16.05.2025 im Leipziger Grassi-Museum für angewandte Kunst einen Vortrag zum Thema neuer Ästhetik in der Landschaftsarchitektur . Im Forum 1 mit dem Titel „Schön Grün und Blau – Zur Ästhetik klimaresilienter Stadtlandschaften“ sprach er anhand des Projekts Institut für Physik der Humboldt-Universität Berlin, das dieses Jahr beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis ausgezeichnet wurde, über das Zusammenspiel von Ästhetik und Klimaschutz.
FREIRAUMFÜHRUNG FÜR WETTBEWERBSJURY
Die Delegation des Posener Stadtkonservatoramtes begab sich, zusammen mit dem Leiter des Architekturamtes der Stadt Posen, Ratsmitgliedern und Mitarbeitern des Amtes, die als Wettbewerbsjury an der Entwicklung des E. Szyc-Stadions in Posen beteiligt sind, auf eine Exkursion nach Berlin. Verschiedene Erholungs- und Sportgebiete in Berlin wurden unter Führung von Izabela Malchowska-Coqui besichtigt, die den Vorsitz der Jury innehat. Dazu zählten der Gleisdreieckpark, der Südgeländepark sowie intensive und extensive Naturgebiete innerhalb der Stadt. Zudem besichtigten sie das am Gleisdreieck gelegene Möckernkiez mit dem Architekten Christoph Roedig. Diese Exkursion bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, verschiedene Freizeit- und Grünflächen zu besichtigen und Inspirationen für die Entwicklung der Stadt Posen zu sammeln.
FILM ÜBER DIE DEUTSCH-POLNISCHEN-GÄRTEN
In dem von uns mitproduzierten Film werden die Hintergründe und Entstehungsgeschichte der Deutsch-Polnischen Gärten beleuchtet, Interviews mit den Beteiligten gezeigt und das Projekt vorgestellt. Die Initiative für die Gärten im Skaryszewski-Park in Warschau entstand anlässlich des 25. Jahrestags des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags.
GRAD

Nach über zwei Jahren Arbeit an der Entwicklung von Pilotstrategien für die Förderung von Gründächern wurde eine Zusammenfassung und Präsentation der Projektergebnisse durchgeführt. Dieses Projekt hat zur Entwicklung von Dokumenten beigetragen, die auf innovative Weise die Ziele der nachhaltigen städtischen Entwicklung mit den Zielen der Klimapolitik verbinden, wie etwa Anpassung an den Klimawandel und Klimaschutz. Am 11. Dezember 2020 versammelte die Abschlusskonferenz des Projekts GRAD: Grüne Dächer als Instrument zur Anpassung an den Klimawandel in städtischen Gebieten eine Reihe von Personen, die sich für einen ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung von Gründächern in Städten interessieren.
BUNDESPRÄSIDENT PFLANZT BAUM IN DEN DEUTSCH-POLNISCHEN GÄRTEN
Beim Besuch von Frank-Walter-Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender in Polen pflanzte der Bundespräsident in den Deutsch-Polnischen Gärten eine Hainbuche (Carpinus betulus „Fastigiata“) in der Wedel-Allee als symbolische Eröffnung der zweiten Revitalisierungsphase des Parks. Fotos 1–3, 5: © Adam Burakowski Foto 4: © Natalia Kobza