© Fried Nielsen
DEUTSCH-POLNISCHE GÄRTEN
Erneuerung und Revitalisierung des linearen Parks
Ort: Warschau – Praga Południe, Wedel-Allee
Bauherr: Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Jahr: 2016–2017
Leistungsphasen: HOAI 1–4
Fläche: 25.600 m²
Baukosten: 350.000 €
Die Deutsch-Polnischen Gärten im Skaryszewski-Park in Warschau wurden auf Initiative der Deutschen Botschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Warschau anlässlich des 25. Jahrestages der Unterzeichnung des „Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen angelegt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Stadtpräsident Warschaus Rafal Trzaskowski pflanzen 2018 gemeinsam Bäume in den Deutsch-Polnischen Gärten
(© Adam Burakowski)
Gesamtplan des Parks
Der Park war eines der Projekte, die wir im Rahmen des von uns kuratierten Green-City-Projekts (Projekt Zielone Miasto) zum Jubiläumsjahr der Botschaft vorschlugen, und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem Projekt, das durch Vertreter der Politik wie auch Privatpersonen finanziell oder durch die Beteiligung an der Pflanzung zahlreicher Bäume in der Wedel-Allee unterstützt wurde.
Maßgeblichen Anteil am Erfolg des Projekts hatten der damalige Kulturattaché der Botschaft Fried Nielsen und der Direktor der Deutsch-Polnischen Stiftung Cornelius Ochmann, sowie die vielen Projektpartner, die eine Co-Finanzierung ermöglichten.
Izabela Malachowska-Coqui im Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender (© Adam Burakowski)
Delegation des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in den Deutsch-Polnischen Gärten in Warschau (© Adam Burakowski)
Die lineare Form und die bestehende Bepflanzung bilden den Ausgangspunkt für die räumliche Neugestaltung und die Aktualisierung der Nutzungen gemäß neuer Nutzervorstellungen.
Das Wegesystem wird größtenteils erhalten. Die bestehenden 300–400 m² großen Terrassen im Hang werden zu „Garten-Intarsien“ und damit werden sie zu intensiven Orten des Parks. Auf den verbleibenden Flächen erfolgt eine Erneuerung von Wegebelägen, Ausstattung und Bepflanzung inklusive der Oberbodenerneuerung.
Eingang Zieleniecka
Bestand vor der Revitalisierung
Nach der Revitalisierung
Geplante Bäume und Sträucher ergänzen die Gestaltung. Die bestehende Bepflanzung wird teilweise erneuert, beziehungsweise einer Pflege unterzogen.
Im Bereich der „Garten-Intarsien“ und der Aufweitungen entlang der Allee der Freunde sind Spielelemente für Kinder und Jugendliche und Treff- und Aktivitätsorte für ältere Menschen vorgesehen. Geplant sind auch innovative Formen der Bürgerbeteiligung mit ökologischem und sozialem Hintergrund.
Der großzügige Eingangsplatz von der Zieleniecka-Straße, einer der drei Eingängen zu den Deutsch-Polnischen Gärten, ist von geschnittenen Hecken gerahmt. Dies ist der Anfang der Wedel-Allee.
Hier kann man das Fahrrad zum Spaziergang abstellen, sich über die Entstehungsgeschichte der deutsch-polnischen Gärten informieren oder aber etwas über Ereignisse im Stadtviertel in der nahen Zukunft erfahren. Hier trifft man sich. Eine oktogonale Bank unterstreicht den Charakter eines Park-Foyers. Der korrigierte Wegeverlauf führt von dort aus direkt auf die in die Tiefe des Parks gehenden Wege.
Der lineare Charakter des Weges wird durch die mit Lücken zur Aussicht in Reihe gepflanzten, ganzjährig attraktiven Säulen-Hainbuchen betont.
Aleja Wedla
© Adam Burakowski
Am Hang ist der Garten der Farben und der Himmels-Garten, sowie der Eingangsplatz von der Lubelska-Straße sichtbar. Von hier gelangt über den Weg runter zum Wasser zu dem Holzsteg, der über das Wasser zum südlich gelegenen Skaryszewski Park führt.
Fried Nielsen und Izabela Malachowska-Coqui erläutern dem Bundespräsidentenpaar das Konzept der Deutsch-Polnischen Gärten (© Natalia Kobza)
Eingang Miedzynarodowa
Bestand vor der Revitalisierung
Nach der Revitalisierung
© Fried Nielsen