COQUI MALACHOWSKA COQUI

CHRISTIAN-SCHREIBER-HAUS

Wie ein Baum am Was­ser gepflanzt

Ort: Grün­hei­de, Bran­den­burg
Auf­trag: Erz­bi­schöf­li­ches Ordi­na­ri­at, Bis­tum Ber­lin
Wett­be­werb: 1. Preis
Jahr: Wett­be­werb 2014, I. BA 2017, II. BA 2023
Leis­tungs­pha­sen: HOAI 1–9
Flä­che: 13.465 m²
Bau­kos­ten: 780.000 €

Das Pro­jekt ist eine aus dem Kon­text ent­wi­ckel­te und den Bestand inte­grie­ren­de Kon­zep­ti­on, die von den Poten­tia­len des Ortes lebt. In gro­ßem Maße wer­den Bestands­ma­te­ria­li­en wie­der­ver­wen­det bezie­hungs­wei­se wei­ter­ent­wi­ckelt ein-gesetzt. Zukünf­tig bie­tet der star­ke Rah­men viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten für Ein- und Anla­ge­run­gen als auch Ände­run­gen bestehen­der Funk­tio­nen. Dies bie­tet gro­ße Fle­xi­bi­li­tät in der Wei­ter­ent­wi-cklung bei gleich­zei­ti­gem Erhalt der iden­ti­täts­stif­ten­den, gesamt­haf­ten Kon­zep­ti­on.

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Die gebäu­de­na­hen, archi­tek­to­nisch gepräg­ten Frei­räu­me Ein­gang, Piaz­za mit Sitz- und Trep­pen­land­schaft und Mari­en­gar­ten: Die Piaz­za wird zu einem locke­ren baum­über­stan­de­nen Platz wei­ter­ent­wi­ckelt. An der West­sei­te des Chris­ti­an Schrei­ber Hau­ses wird die bestehen­de Trep­pen­an­la­ge zu einer Sitz- und Trep­pen­land­schaft mit Strauch­so­li­tä­ren und einer Was­ser­trep­pe und damit zu einem neu­en Höhe­punkt der Anla­ge mit Aus­rich­tung zum See­grund­stück. Der Mari­en­gar­ten ent­steht als grü­ner, kreuz­gang­ar­ti­ger Hof neu. Die Archi­tek­tur der Per­go­la wird aus der Kapel­len­ar­chi­tek­tur abge­lei­tet. Der Haupt­ein­gang am Feld­weg wird mit weni­gen for­ma­len Mit­teln (nied­ri­ge Hecken) zu einem reprä­sen­ta­ti­ven Emp­fangs­be­reich. Alle Räu­me wer­den mit ein­heit­li­chen Mate­ria­li­en (gel­bem Klin­ker, Beton­mau­ern, hel­len Sitz­ge­le­gen­hei­ten) gestal­tet.

Die grü­ne Wie­se zur Lui­sen­stra­ße, das vor­der­sei­ti­ge Umfeld des Hau­ses und die Wirt­schafts­be­rei­che um den neu ent­stan­de­nen Mari­en-Gar­ten wer­den geord­net und erhal­ten durch die umge­ben­de Hecke einen gemein­sa­men grü­nen Rah­men. Herz der Anla­ge ist die grü­ne Baum­hal­le mit Piaz­za und grü­ner Wie­se. Hier erhö­hen funk­tio­na­le Ver­bes­se­run­gen wie der Ein­bau von Boden­hül­sen für Spiel wie Beson­nungs­schutz den Erleb­nis­wert. Am Ran­de lie­gen ein­ge­la­gert in den grü­nen Rah­men meh­re­re run­de grü­ne The­men-Inseln (z.B. Back­haus, Duft­gar­ten, Fran­zis­kus­kreuz) in denen die Berei­che Seel­sor­ge, Bil­dung und Frei­zeit zur Gel­tung kom­men. Die Bezie­hung zu See und Nach­bar­schaft im Orts­teil wird durch gro­ße Fens­ter im Hecken­rah­men am Ein­gang, der Ver­bin­dung zum See­grund­stück und an der süd­li­chen Erwei­te­rung zur Wei­de her­ge­stellt. Im vor­de­ren Bereich des Hau­ses und im Umfeld um den Mari­en­gar­ten wer­den die bestehen­den Nut­zun­gen räum­lich opti­miert vor allem aber Arbeits­wel­ten von reprä­sen­ta­ti­ven und zu Erho­lung vor­ge­se­he­nen Frei­räu­men getrennt. Ein­zel­ne Neu­pflan­zun­gen berei­chern die­se Frei­räu­me.

Nach Süden wer­den der Mari­en-Gar­ten an der Kapel­le, die Wech­sel-Wei­de und das nach Süden abschlie­ßen­de Frucht-Eck durch groß­zü­gi­ge räum­li­che Offen­heit visu­ell mit­ein­an­der ver­bun­den.
Die im süd­li­chen Grund­stück bestehen­den schö­nen Baum­grup­pen wer­den durch eine Obst­baum­grup­pe und zahl­rei­che Obst­sträu­cher ergänzt und durch ein­ge­la­ger­te Nut­zungs­mög­lich­kei­ten berei­chert
Die das See­grund­stück prä­gen­de Offen­heit der gro­ßen Wie­se soll erhal­ten blei­ben und so wer­den der grü­ne Sport­platz und die Spiel­land­schaf­ten an den Rän­dern posi­tio­niert. Beim Spiel steht dabei vor allem die unmit­tel­ba­re Natur­er­fah­rung und das gemein­schaft­li­che Mit­ein­an­der im Vor­der­grund. Dies kommt sowohl in den für ver­schie­de­ne Grup­pen­grö­ßen aus­ge­leg­ten Spiel­räu­men und der natur­na­hen, bis in Tei­len „wild­nis­ar­ti­gen“ Gestal­tung zum Aus­druck.

ÜBER­GE­ORD­NE­TE ZIE­LE

1. Den Ein­gangs­be­reich des Hau­ses vom Feld­weg der Funk­ti­on des Hau­ses als „Aus­hän­ge­schild“ des Erz­bis­tums gemäß ange­mes­sen zu gestal­ten.

2. Die Ver­bin­dung von Piaz­za und Haupt­haus mit dem Seegrundstück durch räum­li­che Durch­bli­cke, einen wei­te­ren Weg und eine gemein­sa­me Rah­men­ge­stal­tung zu stär­ken.

3.Den süd­li­chen Bereich aus­ge­hend von der erhöh­ten Ter­ras­se der Kapel­le als Raum­fol­ge einer­seits ein­zel­ner (Mari­en-Gar­ten, Wech­sel­wei­de, Frucht-Ecke) ande­rer­seits aber durch Sicht­ver­bin­dun­gen mit­ein­an­der ver­bun­de­ner Räu­me zu ent­wi­ckeln.

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