SYMPOSIUM STRATEGIEN FÜR EINE EUROPÄISCHE STADT
Im Jahr 2008 initierten wir als Büro in Warschau ein internationales Symposium mit dem Thema „Öffentlicher Raum – Public Space – Barcelona, Sevilla, Lyon, Kraków, Warszawa – Strategien für eine europäische Stadt“. Das Hauptziel der Veranstaltung war es, Strate-gien und Konzepte für die Gestaltung des öffentlichen Raums in europäischen Städten zu diskutieren. Hierzu wurden Erfahrungen und Beispiele aus verschiedenen Städten, darunter Barcelona, Sevilla, Lyon, Krakau und Warschau, präsentiert und analysiert. Das Symposium zog etwa 150 Teilnehmer an und wurde in Kooperation mit der Politechnika Warszawska und dem IFBau Stuttgart durchgeführt, um eine breite Perspektive und interdisziplinä-ren Austausch zu ermöglichen. Eine Exkursion zum Thema „Öffentlicher Raum in Warschau“ wurde ebenfalls im Rahmen des Symposiums organisiert, um den Teilnehmern praktische Einblicke in innovative Projekte zur Raumgestaltung zu bieten.Das Symposium von 2008 schuf eine Plattform für den fachlichen Dialog und den Wissensaustausch, wodurch neue Impulse für die Weiterentwicklung des öffentlichen Raums in Warschau und anderen europäischen Städten gesetzt wurden. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit, bewährte Ansätze zu prüfen und Herausforderungen zu diskutieren, ohne dabei übertreibendes Lob auszusprechen.
ENTWICKLUNG DER REGION GROSSER FLÜSSE DES LEBUSER LANDES – PROGRAM LEADER +
Im Jahr 2006 war das Büro intensiv in die Gestaltung und Umsetzung eines wegweisenden Projekts zur touristischen Entwicklung und Wirtschaftserneuerung im ländlichen Raum involviert. Die Arbeit begann mit der Initiierung einer Werkstattreihe, bestehend aus 8 Workshops, die sowohl die Verwaltung als auch die Bewohner von fünf Gemeinden der Region der großen Flusslandschaft im Grenzland – Cybinka, Słubice, Górzyca, Słońsk und Witnica – einbezog. Parallel dazu unterstützte das Büro die Gründung der Stiftung ROZWÓJ REGIONU WIELKICH RZEK ZIEMI LUBUSKIEJ, deren Vorstandsmitglied Izabela Malachowska-Coqui seit 2006 ist. Durch erfolgreiche Antragstellungen erhielt das Projekt insgesamt 965.000 Euro Fördermittel aus dem Leader+ Programm. Die Kooperation mit der Gemeinde Górzyca und dem engagierten Bürgermeister Robert Stolarski spielte eine tragende Rolle für den Erfolg dieses ehrgeizigen Vorhabens. Insgesamt nahmen 50 Teilnehmer an der Werkstattreihe teil, die mit ihrer Begeisterung und ihrem Einsatz einen wertvollen Beitrag zur positiven Entwicklung der Region leisteten.
„GÄRTEN DES STADTUMBAUS“ — WERTSTOFFGARTEN

Im Jahr 2005 brachte das Projekt „Gärten des Stadtumbaus“- frischen Wind nach Leipzig-Grünau. Ein Höhepunkt dieses Vorhabens war der „Wertstoffgarten“ – ein einwöchiger Workshop, den wir in Zusammenarbeit mit cet‑0 und Susanne Schnorbusch und etwa 20 Anwohner*innen der Brackestraße 50 auf der Parzelle leiteten. Unser Fokus lag auf der kreativen Nutzung von vergessenen Materialien aus dem Rückbau von Plattenbauten. Jedes Element hatte das Potenzial, ein eigenes Thema oder eine alternative Nutzung zu erhalten. Ein Podest aus recycelten Latten diente als Bühne für die Verwandlung dieser Materialien. Hier wurde aus Rohstoffen Kunst geschaffen, und die Mini-Werkstatt pulsierte vor Kreativität. Wir schufen die Möglichkeit, den temporären Charakter des „Wertstoffgartens“ bei Interesse in eine dauerhafte Nutzung zu überführen. Materialien und Geräte konnten Nutzer*innen für ihre Ideen überlassen werden. Die Ergebnisse des Workshops wurden in einer Ausstellung präsentiert. Ausgewählte Formen wurden während des Workshops vor Ort in Echtzeit verwandelt, was als Performance erlebbar war. Diese transformierten Formen wurden schließlich als gestalterische Elemente in den Gärten und Freiflächen der Wohnfolgelandschaft integriert, um eine nachhaltige Veränderung zu fördern.
LOBBYARBEIT FÜR DAS IBA-PROJEKT IN GUBIN

Das Büro für Landschaftsarchitektur Coqui Malachowska Coqui leistete von IV bis IX 2004 erfolgreiche Lobbyarbeit für das IBA-Projekt „Park und Kulturpavillon der Theaterinsel“ in Gubin/Guben. Die Leistungen umfassten eine Wirtschaftsreise mit Dr. Manfred Stolpe zur Akquise nationaler Fördermittel, bei der das Projekt vor Ministern präsentiert wurde. Zudem erstellte das Büro eine Expertise zu Finanzierungsmöglichkeiten, einschließlich EU- und Landesmittelrecherche sowie Netzwerkarbeit. Eine Marschall Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Gubin und dem Bürgermeisteramt vorbereitet, organisiert und moderiert, um weitere nationale Fördermittel zu gewinnen. Schließlich repräsentierte das Büro das Projekt auf der IX. Internationalen Architekturbiennale in Venedig, indem es die inhaltliche Vorbereitung, Organisation und Projektausstellung übernahm, unterstützt von Zacheta – Narodowa Galeria Sztuki und dem Bürgermeisteramt Gubin. Dank dieser umfangreichen Lobbyarbeit wurde das IBA-Projekt „Park und Kulturpavillon der Theaterinsel“ in Gubin/Guben erfolgreich vorangetrieben und erfuhr die notwendige Unterstützung zur Verwirklichung.
X. INTERNATIONALE ARCHITEKTURBIENNALE IN VENEDIG
Im Jahr 2004 hatte wir als Büro die Ehre, Polen auf der neunten Internationalen Architekturbiennale in Venedig zu repräsentieren. Unser Projekt „Park und Kulturpavillon, Theaterinsel in Gubin“ wurde im Rahmen des Events vorgestellt. In Zusammenarbeit mit Jürgen Mayer H. entstand das Konzept für das Projekt in Form von einem Film und einem Modell. Diese Darstellung verkörperte die Verbindung von Architektur und Natur sowie die kreative Vision.