Die Deutsch-Polnischen Gärten im Skaryszewski-Park in Warschau wurden auf Initiative der Deutschen Botschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Warschau anlässlich des 25. Jahrestages der Unterzeichnung des „Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen angelegt.
Die Streuobstwiese ist ein Teil der Deutsch-Polnischen Gärten, der an die Tradition städtischer Obstwiesen in dieser Gegend anknüpft. sie wurde dank finanzieller Unterstützung vieler Firmen, Institutionen und privater Spender angelegt.
Der Park war eines der Projekte, die wir im Rahmen des von uns kuratierten Green-City-Projekts (Projekt Zielone Miasto) zum Jubiläumsjahr der Botschaft vorschlugen, und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem Projekt, das durch Vertreter der Politik wie auch Privatpersonen finanziell oder durch die Beteiligung an der Pflanzung zahlreicher Bäume in der Wedel-Allee unterstützt wurde.
Maßgeblichen Anteil am Erfolg des Projekts hatten der damalige Kulturattaché der Botschaft Fried Nielsen und der Direktor der Deutsch-Polnischen Stiftung Cornelius Ochmann, sowie die vielen Projektpartner, die eine Co-Finanzierung ermöglichten.
Die Wiese im Obstgarten der Deutsch-Polnischen Gärten im Skaryszewski-Park in Warschau ist an die dortigen Bedingungen angepasst. Diese Art von „Wiese“ ist in Mitteleuropa besonders gefährdet. Wiesen in Obstgärten speichern in erhöhtem Maße Regenwasser und sind Lebensraum für viele Tierarten.
Eine zusätzliche Attraktion sind die „Staudengärten“ mit besonders dekorativen, langblühenden Wiesenstauden, die an Sommertagen mit ihrem Duft und ihren Farben Libellen, Schmetterlinge und Bienen anlocken.
Die Obstbäume auf der Wiese sind historische polnische und deutsche Apfelsorten.