GARTEN DES 21. JAHRHUNDERTS
Ergänzung des Łazienki-Parks
Ort: Warschau, Polen
Wettbewerb: Offener int. Wettbewerb — Anerkennung
Jahr: 2013
Fläche: 2,5 ha
Architektur: KOZIEŃ Architekci
Zu den grundlegenden Themen, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts diskutiert werden, gehören unsere Beziehung zur natürlichen Umwelt, soziale Fragen und eine nachhaltige Lebensweise auf der Erde.
Als Bezugspunkt zu diesen aktuell wichtigen Themen stellt der GARTEN DES 21. JAHRHUNDERTS eine Reflexion über die Beziehung zwischen NATUR und KULTUR dar.
Dieses universelle Thema, das jeden Menschen unabhängig von seiner Herkunft, seiner sozialen Schicht oder seinen Fähigkeiten betrifft, fördert einen integrativen Ansatz, der die Grundlage des Konzepts bildet.
BILDUNG
Bildungsmaßnahmen zur Sensibilisierung und Wissensvermittlung im Bereich Umwelt (Informationsstellen, Workshops, aktive Erfahrungen), sowie zur Sensibilisierung und Wissensvermittlung im Bereich kulturelles Schaffen, einschließlich des gartenbaulichen Erbes (Informationen, Workshops, Wettbewerbe).
KREATION
Künstlerische Aktivitäten (Workshops, Pleinairs, Landart) sowie kreatives (nicht im Voraus festgelegtes) Spielen oder Gestalten (partizipative Felder, Landart).
FREIZEIT
Aktive Freizeitgestaltung (Gartenarbeit, Workshops, Spiele) und passive Freizeitgestaltung (Beobachtung der Natur, Entspannung auf der Wiese).
GELÄNDE
NATUR — KULTUR
SEKTIONEN
FORM
OBERFLÄCHEN
KONZEPT — SYNTHESE
Die Innovation und der Einsatz umweltfreundlicher Technologien, die im GARTEN DES 21. JAHRHUNDERTS zum Tragen kommen, spielen nicht nur in unserer persönlichen Beziehung zur Natur, sondern auch in den zwischenmenschlichen Kontakten der heutigen Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle. Die leicht verständliche Präsentation der angewandten Lösungen nach dem Prinzip „Lernen durch Spielen” (Erfahrung) ist Teil des Konzepts des GARTENS DES 21. JAHRHUNDERTS.
Der einzigartige Wert des GARTENS DES 21. JAHRHUNDERTS – DES GARTENS DER REFLEXION – besteht darin, die Wahrnehmung und das Bewusstsein für die Entwicklung der Gartenkunst im Laufe der Jahrhunderte zu wecken.
ZUSAMMENHÄNGE
Die Entwicklungsgeschichte des Łazienki-Parks spiegelt sich ideell und real in der Gestaltung des GARTENS DES 21. JAHRHUNDERTS wider. Die bestehenden Achsen und Ausblicke der umliegenden Gärten wurden hervorgehoben, um so eine Fortsetzung des Łazienki-Parks und eine Verbindung zur Stadt herzustellen.
INTEGRATION / PARTIZIPATION
Die Beziehungen zur Umgebung, die Gestaltung des Gartens und das inhaltliche Programm orientieren sich am Prinzip der Partizipation und Integration. Die partizipative und interaktive Gestaltung des Gartens des 21. Jahrhunderts zielt darauf ab, die Wahrnehmung des gesamten Gartenensembles des Łazienki-Parks als einzigartiges Beispiel der Gartenkunst – als Teil der KULTUR des Menschen – zu erweitern.
OFFENER PLANUNGSANSATZ
Der offene Gestaltungsgrundsatz führt zu Synergieeffekten, bei denen sich viele Funktionen räumlich ergänzen und gleichzeitig konzeptionelle Inhalte und Aufgaben umgesetzt werden (vgl. grafischer Teil). Die entstehenden Synergien sind variabel und aktiv.
Dieser Planungsansatz ermöglicht es, auf sich ändernde Ausgangsbedingungen zu reagieren und bietet die Möglichkeit, einzelne Teile des GARTENS programmatisch und funktional an neue gesellschaftliche Anforderungen anzupassen. Der GARTEN des 21. Jahrhunderts erweitert den Łazienki-Park in Warschau räumlich und programmatisch und schafft einen Raum, der in Bezug auf Naturschutz, den Einsatz umweltfreundlicher Technologien, Integration und bewusste Bewirtschaftung der vorhandenen Ressourcen in diesem historischen Parkkomplex nachhaltig funktioniert.
DETAILAUSSCHNITT: HAIN
DETAILAUSSCHNITT: HYDROPOLIS