Die internationale Vortrags- und Diskussionsreihe WARSCHAUER ARCHITEKTURGESPRÄCHE IST IM JAHR 2013 durch COQUI MALACHOWSKA COQUI Städtebau Landschaftsarchitektur konzipiert und in einer Zusammenarbeit mit der Stiftung Architekturschaffender (FUNDACJA TWÓRCÓW ARCHITEKTURY) in Kooperation mit der DEUTSCHEN BOTSCHAFT IN WARSCHAU und STOWARZYSZENIE ARCHITEKTÓW POLSKICH (SARP) in acht Konferenzen durchgeführt worden. Die „Warschauer Architekturgespräche“ sind ein anwendungsorientierter Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen. Die Reihe, adressiert an die deutschen und polnischen Architekten, deutsche und polnische Wohnungsbaugesell- und Genossenschaften, Stadtverwaltungen, Wissenschaftler, Politiker, Kulturinteressierte, Stadtsoziologen, deutsche und polnische Projektentwickler, Journalisten, Fachpresse, hat folgende Themen bis heute abgehalten:




REGENWASSER-FÜHRUNG IN DER LANDSBERGER ALLEE 52
Wir sagen nach Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch“.
Regen ist ein natürliches Ereignis, das in vielen Bereichen unseres Lebens eine zentrale Rolle spielt. Angesichts des Klimawandels genügt es jedoch nicht mehr, ihn nur zu schätzen. Seine gezielte Nutzung wird zur alltäglichen Notwendigkeit. Was früher eine Option war, wird zur Pflicht: Wasser bewusst schützen, speichern und nutzen.
FACHTAG KLIMAANPASSUNG
Beim Fachtag zum Thema Klimaanpassung mit dem Schwerpunkt Hitze und Trockenheit des AWO Bezirksverbands Potsdam am 30.09.2025 stellte Izabela Malachowska-Coqui in einem Inputvortrag zum Thema klimasensibler Planung für vulnerable Gruppen unsere beiden Klimaanpassungskonzepte für die AWO in Wittstock/Dosse und Prenzlau vor.
Im zweiten Teil des Fachtags, der sich mit Beteiligungsprozessen befasste, führte sie zusätzlich einen Workshop durch. In diesem wurde gemeinsam zu der Fragestellung gearbeitet, wie Probleme zum Thema Hitze und Hitzeschutz in Einrichtungen erkannt und benannt werden können.







WOCHE DER KLIMAANPASSUNG
Im Rahmen der bundesweiten Woche der Klimaanpassung und der BuGG-Aktionswoche Gebäudegrün hat Joerg Th. Coqui letzte Woche die ausgebuchte Veranstaltung mit 40 Personen durch die Höfe und entlang der begrünten Fassaden des Institutes für Physik der Humboldt-Universität in Berlin geführt.
Das rege Interesse zeigt wieder einmal die mehr als je hohe Aktualität dieses im Jahr 2025 in der Kategorie Reifeprüfung mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichneten und im Jahr 2003 fertig gestellten Projektes.
PARTIZIPATION IN PRENZLAU
Wie in Wittstock haben wir auch bei unserem zweiten Klimaanpassungs-Projekt mit der AWO in Prenzlau innerhalb eines Jahres vier Beteiligungstage durchgeführt, bei denen die Bewohner:innen und Mitarbeitenden sich aktiv einbringen konnten.
Die Beteiligung war dabei zentraler Baustein des Planungsprozesses: Sie ermöglichte es, die Bedürfnisse, Wünsche und das Alltagswissen der Nutzer:innen frühzeitig mit einfließen zu lassen und Maßnahmen realitätsnah zu entwickeln.
Gemeinsam haben wir es geschafft, 80 kleinere und größere Maßnahmen für die Klimaanpassung auszuarbeiten. Bei der Abschlussveranstaltung wurden einige der Maßnahmen bereits im Garten abgesteckt. Wir hatten viel Spaß dabei und freuen uns jetzt auf die weitere Umsetzung!











BETEILIGUNGSTAGE FÜR AWO IN WITTSTOCK
Im Rahmen der Entwicklung des Klimaanpassungskonzepts für die AWO-Wohnstätte „Haus unter den Linden“ in Wittstock/Dosse haben wir zwischen Juni 2024 und Mai 2025 vier Beteiligungstage durchgeführt. In einem offenen Workshop-Format mit Input-Präsentationen, Befragungen und Kleingruppenarbeit wurden die Bewohner:innen und Mitarbeitenden von Beginn an aktiv eingebunden.
Der aktuelle Planungsstand wurde regelmäßig vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. So konnten vielfältige Perspektiven einfließen und konkrete ökologische und soziale Maßnahmen erarbeitet werden. Nach zwölf Monaten ist das Klimakonzept nun abgeschlossen und der Start der Umsetzung steht bevor.
SCHÖNER WANDEL – ÄSTHETIK UND GESTALTUNG KLIMAGERECHTER BAUKULTUR
Joerg Th. Coqui hielt am 16.05.2025 im Leipziger Grassi-Museum für angewandte Kunst einen Vortrag zum Thema neuer Ästhetik in der Landschaftsarchitektur .
Im Forum 1 mit dem Titel „Schön Grün und Blau – Zur Ästhetik klimaresilienter Stadtlandschaften“ sprach er anhand des Projekts Institut für Physik der Humboldt-Universität Berlin, das dieses Jahr beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis ausgezeichnet wurde, über das Zusammenspiel von Ästhetik und Klimaschutz.






FREIRAUMFÜHRUNG FÜR WETTBEWERBSJURY
Die Delegation des Posener Stadtkonservatoramtes begab sich, zusammen mit dem Leiter des Architekturamtes der Stadt Posen, Ratsmitgliedern und Mitarbeitern des Amtes, die als Wettbewerbsjury an der Entwicklung des E. Szyc-Stadions in Posen beteiligt sind, auf eine Exkursion nach Berlin. Verschiedene Erholungs- und Sportgebiete in Berlin wurden unter Führung von Izabela Malchowska-Coqui besichtigt, die den Vorsitz der Jury innehat.
Dazu zählten der Gleisdreieckpark, der Südgeländepark sowie intensive und extensive Naturgebiete innerhalb der Stadt. Zudem besichtigten sie das am Gleisdreieck gelegene Möckernkiez mit dem Architekten Christoph Roedig. Diese Exkursion bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, verschiedene Freizeit- und Grünflächen zu besichtigen und Inspirationen für die Entwicklung der Stadt Posen zu sammeln.
FILM ÜBER DIE DEUTSCH-POLNISCHEN-GÄRTEN
In dem von uns mitproduzierten Film werden die Hintergründe und Entstehungsgeschichte der Deutsch-Polnischen Gärten beleuchtet, Interviews mit den Beteiligten gezeigt und das Projekt vorgestellt.
Die Initiative für die Gärten im Skaryszewski-Park in Warschau entstand anlässlich des 25. Jahrestags des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags.
GRAD
Nach über zwei Jahren Arbeit an der Entwicklung von Pilotstrategien für die Förderung von Gründächern wurde eine Zusammenfassung und Präsentation der Projektergebnisse durchgeführt. Dieses Projekt hat zur Entwicklung von Dokumenten beigetragen, die auf innovative Weise die Ziele der nachhaltigen städtischen Entwicklung mit den Zielen der Klimapolitik verbinden, wie etwa Anpassung an den Klimawandel und Klimaschutz. Am 11. Dezember 2020 versammelte die Abschlusskonferenz des Projekts GRAD: Grüne Dächer als Instrument zur Anpassung an den Klimawandel in städtischen Gebieten eine Reihe von Personen, die sich für einen ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung von Gründächern in Städten interessieren.
BUNDESPRÄSIDENT PFLANZT BAUM IN DEN DEUTSCH-POLNISCHEN GÄRTEN
Beim Besuch von Frank-Walter-Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender in Polen pflanzte der Bundespräsident in den Deutsch-Polnischen Gärten eine Hainbuche (Carpinus betulus „Fastigiata“) in der Wedel-Allee als symbolische Eröffnung der zweiten Revitalisierungsphase des Parks.
Fotos 1–3, 5: © Adam Burakowski
Foto 4: © Natalia Kobza





GRAD
Das Projekt „GRAD“ hatte zum Ziel, die Erfahrungen der Stadt Hamburg bei der Entwicklung von Gründachstrategien seit 2014 auf eine exemplarische Strategiestruktur anzupassen, die auf die polnischen Bedingungen zugeschnitten ist. In Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg und acht polnischen Pilotstädten (Bielsko-Biała, Bydgoszcz, Gdynia, Kalisz, Kraków, Lublin, Warszawa und Wrocław) führte das Stowarzyszenie Gmin Polska Sieć „Energie Cités“ das Projekt von 2018 bis 2020 durch. Die Konferenz behandelte Themen wie Wasserretention, Gründächer, Strategie und Regenwassermanagement. Ziel des Projekts war es, grüne Dächer und Fassaden als Mittel zur Klimaanpassung in städtischen Gebieten zu fördern und dabei die Hamburger Erfahrungen zu nutzen. Es wurden individuelle Strategien für die genannten polnischen Städte entwickelt, um die Förderung und Umsetzung von Gründachprojekten zu unterstützen. Die Veröffentlichung enthält Details zu verschiedenen Aspekten wie Typen, Vorteilen und Kosten von Gründächern sowie zur Erarbeitung individueller Ziele und Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung von Gründachprojekten in polnischen Städten.
GRÜNE STADT
Im Rahmen des Festivals der Gärten laden wir Sie am 10. September um 15.30 Uhr zur offiziellen Eröffnung der Pflanzeninstallation „Gärten auf den Stufen“ im Nationalmuseum in Warschau ein. Mit anderen Worten: Wie viel GRÜN steckt in GRÜN? Pflanzeninstallationen auf stakkatoartigen Plattformen, die auf den Stufen des monumentalen Innenhofs des Nationalmuseums verstreut sind, sind das „grüne Aaah!“ des Gartenfestivals. „Gärten auf den Stufen“ werden für kurze Zeit zu einem Ort der Begegnung, zu einer „grünen“ Insel für Gespräche hinter den Kulissen nach dem Ausstellungsbesuch oder vor dem Betreten des Museums. Wem wird das fehlende Wasser im Pool auffallen? Wir werden den Garten gemeinsam bepflanzen! Ein Geigenspiel von Marzena Hodyr und Szymon Telecki wird die Feierlichkeiten bereichern. Während der Eröffnung laden wir Sie zu Gesprächen bei einem Glas Wein ein, sowie zu einem Rundgang durch die Sammlungen des Museums zum Thema: „Wie viel GRÜN steckt in GRÜN?“.




ENTENTE FLORALE
In Zusammenarbeit mit der lokalen Verwaltung und dem Schlossstraßen-Management haben wir Workshops durchgeführt, um das Konzept für den öffentlichen Raum im Quartier Schlossstraße zu entwickeln. Die Vorbereitung für die Teilnahme am Bundeswettbewerb „Entente Florale“ umfasste unter anderem Maßnahmen zum Umwelt- und Naturschutz im besiedelten Raum, Erhöhung der Attraktivität des Wohn- und Lebensumfeldes, Förderung des Handels und Gewerbes durch vielfältige und lebendige Innenstädte sowie auch des bürgerschaftlichen Engagements und Attraktivitätssteigerung für Touristen. Im Zeitraum von Mai bis September 2011 wurden insgesamt 60 Projekte entwickelt, darunter Baumaßnahmen, bürgerschaftliches Engagement, Bildungsveranstaltungen und öffentliche Events, bei denen Partnerkooperationen entstanden. Die Realisierung dieser Projekte erstreckte sich über den Zeitraum von März bis Oktober 2012 sowie auch wiederholend in kommenden Jahren.
II. REGIONALKONFERENZ DER EWE
Im Rahmen der II. Regionalkonferenz der EWE im Lebuser Land, die sich mit „Energy Efficiency Solutions for Private Households“ beschäftigt, nahm unser Büro im Oktober 2011 am „Workshop EWE“ teil. In Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber EWE energia sp. z o.o. und dem Young Polish International Network (YPIN) führten wir Expertenbeiträge zum Thema „Grüne Architektur“ durch. In Zielona Góra, Polen, hielten wir Vorträge zu verschiedenen Schwerpunkten. Dazu zählten die Herausforderungen der urbanen Verdichtung, effektive Methoden der Regenwasserbewirtschaftung und Strategien zur Energieeinsparung. Wir beleuchteten zudem das Konzept des „Plus Energie Hauses“, bei dem Gebäude Energie produzieren statt nur zu verbrauchen. Im Rahmen des Workshops tauschten wir internationale Erfahrungen aus und übertrugen Erkenntnisse auf den polnischen Kontext. Wir betonten Potenziale und Lösungen für Energieeffizienz und legten den Fokus auf realistische Ansätze.


SYMPOSIUM STRATEGIEN FÜR EINE EUROPÄISCHE STADT
Im Jahr 2008 initierten wir als Büro in Warschau ein internationales Symposium mit dem Thema „Öffentlicher Raum – Public Space – Barcelona, Sevilla, Lyon, Kraków, Warszawa – Strategien für eine europäische Stadt“. Das Hauptziel der Veranstaltung war es, Strate-gien und Konzepte für die Gestaltung des öffentlichen Raums in europäischen Städten zu diskutieren. Hierzu wurden Erfahrungen und Beispiele aus verschiedenen Städten, darunter Barcelona, Sevilla, Lyon, Krakau und Warschau, präsentiert und analysiert.
Das Symposium zog etwa 150 Teilnehmer an und wurde in Kooperation mit der Politechnika Warszawska und dem IFBau Stuttgart durchgeführt, um eine breite Perspektive und interdisziplinä-ren Austausch zu ermöglichen. Eine Exkursion zum Thema „Öffentlicher Raum in Warschau“ wurde ebenfalls im Rahmen des Symposiums organisiert, um den Teilnehmern praktische Einblicke in innovative Projekte zur Raumgestaltung zu bieten.Das Symposium von 2008 schuf eine Plattform für den fachlichen Dialog und den Wissensaustausch, wodurch neue Impulse für die Weiterentwicklung des öffentlichen Raums in Warschau und anderen europäischen Städten gesetzt wurden. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit, bewährte Ansätze zu prüfen und Herausforderungen zu diskutieren, ohne dabei übertreibendes Lob auszusprechen.
LOBBYARBEIT FÜR DAS IBA-PROJEKT IN GUBIN
Das Büro für Landschaftsarchitektur Coqui Malachowska Coqui leistete von IV bis IX 2004 erfolgreiche Lobbyarbeit für das IBA-Projekt „Park und Kulturpavillon der Theaterinsel“ in Gubin/Guben. Die Leistungen umfassten eine Wirtschaftsreise mit Dr. Manfred Stolpe zur Akquise nationaler Fördermittel, bei der das Projekt vor Ministern präsentiert wurde. Zudem erstellte das Büro eine Expertise zu Finanzierungsmöglichkeiten, einschließlich EU- und Landesmittelrecherche sowie Netzwerkarbeit. Eine Marschall Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Gubin und dem Bürgermeisteramt vorbereitet, organisiert und moderiert, um weitere nationale Fördermittel zu gewinnen. Schließlich repräsentierte das Büro das Projekt auf der IX. Internationalen Architekturbiennale in Venedig, indem es die inhaltliche Vorbereitung, Organisation und Projektausstellung übernahm, unterstützt von Zacheta – Narodowa Galeria Sztuki und dem Bürgermeisteramt Gubin. Dank dieser umfangreichen Lobbyarbeit wurde das IBA-Projekt „Park und Kulturpavillon der Theaterinsel“ in Gubin/Guben erfolgreich vorangetrieben und erfuhr die notwendige Unterstützung zur Verwirklichung.


X. INTERNATIONALE ARCHITEKTURBIENNALE IN VENEDIG
Im Jahr 2004 hatte wir als Büro die Ehre, Polen auf der neunten Internationalen Architekturbiennale in Venedig zu repräsentieren. Unser Projekt „Park und Kulturpavillon, Theaterinsel in Gubin“ wurde im Rahmen des Events vorgestellt. In Zusammenarbeit mit Jürgen Mayer H. entstand das Konzept für das Projekt in Form von einem Film und einem Modell. Diese Darstellung verkörperte die Verbindung von Architektur und Natur sowie die kreative Vision.